das Weserbergland – Natur verstehen

2. März 2014 | Von | Kategorie: Nordd. Tiefland

Zwischen Hochmoor und Skywalk

Von Torfmooren bis zur Moosjungfer-Libelle – Wöchentliche Erlebnisführungen durch das Hochmoor Mecklenbruch im Solling 

„Das Hochmoor erleben – Natur verstehen – spielend die Natur begreifen“ unter diesem Motto starten ab 7. Mai 2014 wöchentlich, geführte Wanderungen durch das Hochmoor Mecklenbruch bei Silberborn in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland.

Hochmoor Mecklenbruch im Solling © Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.

Das Hochmoor Mecklenbruch ist auf Grund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt eines der wertvollsten Hochmoore in Niedersachsen und mit Birkenbruchwäldern und niedriger Moorvegetation bewachsen. Bereits 1939 wurde das 63 Hektar große Gebiet unter Naturschutz gestellt. Neben dem rundblättrigen Fleisch fressenden Sonnentau blühen im Hochmoor Mecklenbruch die Glocken- und Rosmarinheide, und die Torfmoore und die Moosbeere können hier von den Gästen vor Ort entdeckt werden. Bei warmer Witterung sind Libellen wie kleine Moosjungfern und Heidelibellen sowie Waldeidechsen aktiv. Zur Paarungszeit im Frühling zeigt sich der Moorfrosch in einem kräftigen blauen Farbton. Über einen Holzsteg, der durch das Hochmoor führt und einen Aussichtsturm können die Besucher in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt eintauchen.

Die geführten Wanderungen durch das Hochmoor Mecklenbruch finden von Mai bis Oktober jeden Mittwoch um 9:30 Uhr ab Dorfgemeinschaftshaus in Silberborn statt. Weitere Informationen und Buchungen: Touristik-Information Hochsolling, Tel. 0536-1011.

 

Blütenmeer zum Frühlingserwachen – Märzbecherblüte im Hamelner Stadtforst

Von März bis April erwacht der Frühling auf dem Schweineberg im Stadtforst bei Hameln mit dem einzigartigen Naturschauspiel „Die Hamelner Märzbecherblüte“, und es erblüht ein regelrechtes Blütenmeer aus Märzbechern.

Auf einem Areal von vier Quadratkilometern wachsen die becherförmigen Blüten empor und während die Zwiebelgewächse sonst in kleinen Gruppen stehen, haben auf dem Schweineberg Bienen, Nachtfalter und Waldtiere auf natürlichem Wege die Samenanlagen großflächiger verbreitet. So wird der Laubmischwald jedes Jahr zu Frühlingsbeginn in ein Blütenmeer verwandelt und bietet den Besuchern auf einem Spaziergang die Möglichkeit den Winter hinter sich zu lassen und dem Frühling entgegen zu blicken.

Die Blüten der Märzbecher sind weiß, becherförmig, und die Blütenblätter haben gelbe Spitzen. Die Pflanzen werden circa 10 bis 30 cm hoch und verströmen einen veilchenartigen Duft, der zur Zeit der Blüte in der Luft liegt. Die Zwiebelgewächse der Märzbecher werden auch „Großes Schneeglöckchen“ genannt. Naturliebhaber können sich an diesem Naturphänomen zu Frühlingsbeginn erfreuen und nach der Märzbecherblüte begrüßen Lerchensporne und Bärlauch die Besucher am Wegesrand.

Weitere Informationen zu Wanderungen und spezielle Führungen gibt es bei der Hameln Marketing und Tourismus GmbH, Tel. 05151-957823 oder unter www.hameln.de/tourismus.

 

Seifenblasen schweben in der Luft – Dunsthöhle in Bad Pyrmont zeigt einzigartiges Naturphänomen

Die deutschlandweit einzigartige Dunsthöhle im ehemaligen Steinbruch Bad Pyrmont zeigt ein außergewöhnliches und einzigartiges Naturphänomen – trockenes CO²-Quellgas tritt aus. Dieses Gas, welches mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, wird bei öffentlichen Führungen durch verschiedene Experimente den Besuchern sichtbar gemacht. Auch die Entdeckung, der Ursprung des Gases sowie dessen Nutzung werden den Besuchern vor Ort erklärt.

Nachdem immer wieder tote Vögel und andere leblose Tiere in der Grube gefunden wurden, begab sich der berühmt gewordene Brunnenarzt Dr. Johann Philipp Seip im Jahr 1712 auf die Suche nach der Ursache. Er entdeckte den Austritt von Schwefeldunst und nutzte diesen zur Linderung zahlreicher gesundheitlicher Leiden. Erst Jahrzehnte später wurde der CO²-Austritt festgestellt, der noch heute bei Führungen und Vorführungen zu bestaunen ist.

Die Dunsthöhle in Bad Pyrmont ist mit Führungen für Besucher von April bis Oktober täglich von 15 bis 17:30 Uhr geöffnet, von März bis November samstags und sonntags von 13:30 bis 16:30 Uhr und von Dezember bis Februar auf Anfrage.

Weitere Informationen gibt es bei der Bad Pyrmont Tourismus GmbH, Tel. 05281-940511 oder unter www.badpyrmont.de.

 

Auf den Spuren einer längst vergangenen Zeit – Dinosaurierspuren im Steinbruch auf dem Bückeberg

Sie sind tonnenschwer und stapften einst durch die Lagunenlandschaft auf dem Bückeberg im Schaumburger Land im Weserbergland. Dort, wo vor 140 Millionen Jahren tropisches Klima herrschte, findet man heute nur noch die Fußspuren der damaligen Bewohner: Iguanodonten und Sichelklauensaurier haben sich im Sandsteinbruch verewigt und bieten heute für Besucher ein einzigartiges Erlebnis.

Der eigens für Besucher erschaffene Naturerlebnispfad beginnt am Info-Pavillon des JBF-Centrums auf dem Bückeberg. Dieser führt entlang eines 4,6 Kilometer langen Rundweges auf befestigten Forstwegen und an acht Stationen können kleine und große Besucher umfangreiche Informationen über die Dinosaurier, den Wald und den Sandsteinbruch erfahren. Die Rundtour kann auch mit einem ausgebildeten Bückebergführer in etwa zwei Stunden an allen wichtigen Plätzen erkundet werden.

Der so genannte Hühnerhof bekam seinen Namen durch die vogelähnlichen Sichelklauensaurier dessen Spuren im Sandstein zu sehen sind. Die riesigen Fußabdrücke der Iguanodonten können auf der ein wenig höher gelegenen Oberen Fährtenplatte betrachtet werden. Der Bückeberg ist insgesamt 370 Meter hoch. Beide Funde sorgten weltweit für eine Sensation als Dr. Anette Richter, Paläontologin im Landesmuseum Hannover mit ihrem Team im Jahr 2007 und 2008 die Spuren im Sandstein entdeckt hat. Seit dieser Zeit reisten Wissenschaftler aus aller Welt zum Bückeberg, um die Fußstapfen der Saurier unter die Lupe zu nehmen.

Heute sind die Dinosaurierspuren öffentlich zugänglich und neben dem Sandsteinbruch kann auch der Bückeberg mit einer wunderschönen Flora und Fauna erforscht werden. Die Fährtenplatte ist mittels einer Rampe barrierefrei gestaltet und somit auch mit dem Kinderwagen oder einer Gehhilfe ein Besuch möglich.

Weitere Informationen gibt es beim Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V., Tel. 05722-890550 oder www.schaumburgerland-tourismus.de.

 

Bad Karlshafen von oben – Hugenottenturm und Weser-Skywalk mit aussichtsreichem Blick auf Bad Karlshafen 

Im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen liegt Bad Karlshafen direkt an Weser und Diemel. In der näheren Umgebung können Besucher gleich an zwei Plätzen aussichtsreiche Blicke auf die Barockstadt werfen.

Oberhalb von Bad Karlshafen, auf einem steilen Berghang, befindet sich der Hugenottenturm, der im Jahr 1913 im Auftrag des Kaufmanns Johann Joseph Davin aus Bremen errichtet wurde und dessen hugenottische Vorfahren in der Stadt Aufnahme und eine neue Heimat fanden. Der Turm ist aus Wesersandstein errichtet und steht circa 100 Meter über dem Niveau der Stadt auf den Hessischen Klippen. In dem Turm selbst führt eine Wendeltreppe mit 100 Stufen bis zur Freiterrasse. Blickt man von hier auf die Stadt Bad Karlshafen erkennt man bis heute den denkmalgeschützten Ortskern mit den etwa 120 um den alten Hafen gebauten Häusern, die in strenger Geometrie in Carrés angeordnet sind.

Blick vom Weser-Skywalk © Dagmar Krappe

Der zweite aussichtsreiche Blick auf Bad Karlshafen befindet sich hoch über den Felsen der Hannoverschen Klippen. Mit rund 80 Metern Höhe sind die Klippen aus geologischer Sicht etwas ganz Besonderes und Lebensraum echter Überlebenskünstler aus den Reichen der Pilze und Pflanzen. Auf den Klippen bietet sich mit dem Weser-Skywalk für die Besucher ein einmaliges Erlebnis. Der Weser-Skywalk ist eine massiv konstruierte Plattform auf zwei Ebenen mit einem Gewicht von 25 Tonnen, die an neun Ankerpfählen von einer Länge bis zu 14 Meter verankert ist. Besonders beeindruckend ist eine Ebene der Plattform, die fünf Meter nach vorne über die Klippen ragt. Für die Besucher ein außergewöhnliches Aussichtserlebnis auf Bad Karlshafen und ein grandioser Blick ins Wesertal und auf das Kronendach des angrenzenden „Urwaldes“.

Weitere Informationen gibt es bei der Bad Karlshafen GmbH, Gesellschaft für Standort und Marketing, Kur- und Touristik-Information, Tel. 05672-999922 oder unter www.bad-karlshafen.de oder unter www.weser-skywalk.de.

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