Ausstellung „Leidenschaft Seefahrt“ in Laboe

5. Juli 2013 | Von | Kategorie: Schleswig-Holstein

Zu seinen liebsten Motiven gehörten exotische Hafenkulissen, Küstenpanoramen, Schiffe auf hoher See und vor allem große Passagierliner vor den Wahrzeichen ihrer Zielhäfen.

Schiffe auf hoher See vom Künstler Robert Schmidt-Hamburg, zu sehen im Marine-Ehrenmal im Ostseebad Laboe. © Schmidt-Hamburg

Ausgewählte Bilder des See- und Marinemalers Robert Schmidt-Hamburg (1885 – 1963) sind bis zum 31. Juli 2013 in einer außergewöhnlichen Kunstausstellung im Marine-Ehrenmal im Ostseebad Laboe bei Kiel zu sehen. Die Bilder dokumentieren das breite Schaffen des Künstlers, der als Matrose und Steurer große Teile der Welt kennenlernte, insbesondere die afrikanische Küste.

Bereits früh fand der junge Seemann in Schiffen und Seefahrt seine wichtigsten Motive. 1905 veröffentlichte er seine erste Postkartenserie mit maritimen Motiven. Es folgten weitere Bilderserien, mit denen sich der junge Maler bald einen Namen machte. Als Sohn eines Berliner Korbmachermeister geboren, nahm Robert Schmidt erst Anfang des 20. Jahrhunderts aus Liebe zur Stadt Hamburg den Namenszusatz „Hamburg“ an. Heuerlose Zeiten nutzte Schmidt-Hamburg, um sich autodidaktisch zum Kunstmaler und Restaurator auszubilden. Auch der Erste Weltkrieg unterbrach nicht das künstlerische Schaffen von Robert Schmidt, der von 1914 bis 1918 in der Kaiserlichen Marine diente. Mehr als 100 Gemälde sowie zahlreiche Grafiken entstanden in dieser Zeit. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs setzte Robert Schmidt seine erfolgreiche Künstlerkarriere fort. 1920 kaufte er das Haus Strandstraße 135 (später Hausnummer 23) in Laboe, in das er im Mai 1921 mit seiner Familie einzog.

Bilder von beeindruckender Leuchtkraft und Farbigkeit

Hier entstanden bis zum Tod des Malers unzählige Gemälde, Postkarten und Grafiken, die seinen Ruf als einen der bedeutendsten deutschen See- und Marinemaler festigten. Während seiner Seereisen hielt er seine Eindrücke in unzähligen Skizzen fest. Er malte mit dem Blick des erfahrenen Seemanns Schiffe und Meer. Oft stellte er sie aus der Untersicht dar, mit dem Blick nach oben auf Masten, Takelage und Schornsteine. So wird der Eindruck einer Begegnung auf dem Meer erzeugt, so wie Robert Schmidt es als Seemann erlebt hat.

Die Ausstellung „Leidenschaft Seefahrt“ ist bis zum 31. Juli 2013 in der Historischen Halle des Marine-Ehrenmals in Laboe zu sehen. Öffnungszeiten sind täglich von 9.30 -18 Uhr. Veranstalter sind der Deutsche Marinebund und der Tourismusbetrieb Ostseebad Laboe.

Weitere Informationen sind erhältlich beim Deutschen Marinebund e.V.,
Tel.: 04343 / 49484967, www.marinebund.de, sowie beim Tourismusbetrieb Ostseebad Laboe, Börn 2, 24245 Laboe, Tel. 04343 / 427551, www.laboe.de

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