Der Glockenpalast – Kulturinstitut in Gifhorn

4. Februar 2011 | Von | Kategorie: Niedersachsen

Der Glockenpalast ist einem Kloster im altrussischen Baustil nachempfunden. Im September 1996 übernahm Michail Gorbatschow die Schirmherrschaft für das europäische Institut. Das Institut hat ca. 3000 m² Nutzfläche. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Mühlen-Freilichtmuseums Gifhorn.

Glockenpalast in Gifhorn

Es handelt sich um einen quadratisch angeordneten dreistöckigen Gebäudekomplex mit einem großen Innenhof. Teile des Bauwerks wurden in bester Tradition der russischen Holzbaukunst erschaffen. Die Türme, die Kuppeln, die umlaufende Galerie und die reichen Schnitzereien und Verzierungen geben dem Bauwerk sein unverwechselbares architektonisches Erscheinungsbild. Die 50 goldenen Kuppeln auf dem Dach des Holzbauteiles stehen für 50 Jahre Frieden in Deutschland. Für den Glockengießersaal ist eine riesige Halle mit meterhohen Rundbogenfenstern entstanden.

Zarenglocke im Moskauer Kreml

Auf dem Dach des Glockengießersaales befindet sich die Nachbildung der größten Glocke der Welt. Die originale Zarenglocke (Zar-Kolokol) steht heute mitten im Moskauer Kreml, vor dem Glockenturm auf einem Granitsockel. Die sechs Meter hohe und 210 Tonnen schwere Glocke wurde 1733-1735 von Ivan Matorin und seinem Sohn Michail gegossen. 1737 löste sich bei einem Brand ein 12 Tonnen schweres Eisenstück, welches nun neben dem Granitsockel liegt. Die Gifhorner Nachbildung der Glocke wird in 20 Metern Höhe von der überlebensgroßen Eichenholzfigur des Heiligen St. Joseph, dem Schutzpatron der Handwerker, gekrönt.

Der Erbauer des Kulturinstituts, Horst Wrobel, ist gleichzeitig auch Besitzer des Gifhorner Mühlen-Freilichtmuseums.

Weitere Informationen zur Südheide Gifhorn sind unter Telefon 05371-88175 oder info@suedheide-gifhorn.de oder im Internet unter www.suedheide-gifhorn.de und www.institut-diebruecke.de.

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