Handwerkskunst live erleben

11. Januar 2013 | Von | Kategorie: Nordd. Tiefland

Handwerkskunst im Weserbergland

„Formen und Gießen“ –

Porzellanworkshop in Fürstenberg

Einmal selbst edles Porzellan verarbeiten und die Handwerkskunst mit dem weißen Gold von der Weser ausprobieren, das können die Gäste bei einem Porzellanworkshop im Museum der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Bei einem Workshop unter dem Motto „Formen und Gießen“ haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und die aufwendigen Arbeitsverfahren der Porzellanherstellung kennen zu lernen. Die Teilnehmer gießen und formen eine eigene Figur und verfolgen den Produktionsablauf.

Der Workshop „Porzellanmalerei“ führt die Teilnehmer in die feine Kunst der Porzellanbemalung ein. Unter Anleitung der Porzellanmalerin lernen die Besucher einen eigenen Dekor auf feines Fürstenberg-Porzellan zu malen und sammeln Erfahrungen mit dem erlesenen Malgrund Porzellan.

Im Anschluss erwartet die Gäste eine spannende Museumsführung: Gezeigt und erklärt wird die historische Entwicklung des Porzellans aus der Manufaktur Fürstenberg. In der ständigen Sammlung mit mehr als 10.000 Exponaten werden bald drei Jahrhunderte Fürstenberger Porzellankultur dokumentiert. Der Manufaktur Werksverkauf lädt mit Kostbarkeiten und Accessoires rund um den gedeckten Tisch zum Einkaufsbummel ein.

Norddeutschlands einziges Porzellanmuseum befindet sich in dem denkmalgeschützten, restaurierten Renaissance-Schloss der Manufaktur. Im Schloss wurde bis in die 1970er Jahre feines Porzellan hergestellt. Heute produziert die Manufaktur in zeitgemäßen Gebäuden nebenan und nutzt das Schloss als Museum und Besucherwerkstatt.

Weitere Informationen und Angebote gibt es bei der Porzellanmanufaktur Fürstenberg unter der Telefonnummer 05271-401178 oder unter www.fuerstenberg-porzellan.com.

 

Von Gutenberg bis Macintosh – „Die schwarze Kunst“ im Hamelner Druckerei Museum

Druckerei-Museum Hameln © Hameln Marketing Tourismus GmbH

Die Techniken der „Schwarzen Kunst“ erlernen? Das können die Besucher des Hamelner Druckerei Museums im Weserbergland in einem Druck-Workshop selber ausprobieren.

Der Verein „Die bewegliche Letter“ hat sich „der schwarzen Kunst“ verschrieben, ihre Geschichte und die Veränderungsprozesse seit der genialen Erfindung Johannes Gutenbergs 1450 bis zur Neuzeit zu sammeln. Innerhalb von fünf Jahren wurde das Druckereimuseum in Hameln aufgebaut. Der Werdegang des Druckens wird erzählt und demonstriert an den unterschiedlichsten Maschinen bis hin zum revolutionären „Macintosh“, der 1984 auf den Markt kam. Der Verein sammelte viele Geräte, restaurierten sie in Kleinstarbeit und machten sie wieder gängig.

Der Setzkasten und Winkeleisen haben ausgedient. Was 500 Jahre seit Gutenbergs bahnbrechender Erfindung „Die bewegliche Letter“ wehrte, hat sich in den vergangenen Jahren stark verwandelt.

In Vitrinen liegen die Erstausgabe der „Dewezet“ von 1848 und Bücher mit genähten Buchrücken. An den Wänden hängen Foto-Aufnahmen aus den fünfziger Jahren, die in der Verlagsredaktion geschossen wurden, auch die elektrischen Lampen sind originalgetreu. Interessierten wird auf Wunsch in „Druck-Workshops“ die frühere hand- oder motorbetriebene Arbeitsweise, die Techniken der „Schwarzen Kunst“ gezeigt. Mit einer Kniehebelpresse wurde die erste Deister- und Weserzeitung gedruckt.

Das Museum befindet sich in dem unter Denkmalschutz stehenden historischen Industrie-Gebäude-Komplex HefeHof. Das Museum hat am Freitag in der Zeit von 15.00 – 16.00 Uhr geöffnet und am Samstag von 11.00 – 16.00 Uhr. Gruppen auch nach Vereinbarung. Weitere Informationen gibt es beim Hamelner Druckerei-Museum e.V. unter den Telefonnummern 05151-27333 oder 05151-200111.

 

Wo der Gast schon mal einen Korb bekommt – Korbmacher-Museum Dahlhausen

Als ein Kleinod der Museumslandschaft im Weserbergland, in dem man sich guten Gewissens ruhig mal einen Korb geben lassen kann, erweist sich das Korbmacher-Museum Dalhausen der Stadt Beverungen.

Auf etwa 380 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird anhand zahlreicher Original-Exponate sowie umfassender Text- und Bildinformationen die traditionsreiche Geschichte des Korbmacherhandwerks in Dalhausen anschaulich erläutert.

Zwölf  Ausstellungseinheiten – darunter ein originaler Korbmachersaal, der zahlreiche Details der Arbeitsgewohnheiten und der innerbetrieblichen Arbeitsorganisation lebendig werden lässt, –  liefern ein facettenreiches Bild von der Korbflechterei.

Dem Museum ist eine Werkstatt angeschlossen, in der Besucher zuschauen können, wie in den flinken, geschickten Händen des Korbmachers ein „echter Dallscher Kurw“ entsteht.

Regelmäßige Wechselausstellungen tragen zum Reiz des Museums bei. Das Korbmacher-Museum Dalhausen präsentiert nicht nur Handwerkskunst, sondern erweist sich zugleich als ein ideales Forum, in welchem die aktuelle Bedeutung von Kunst und Alltagskultur reflektiert und erörtert wird.

Das Korbmacher-Museum Dahlhausen ist von April bis Oktober, dienstags bis freitags in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr, sowie samstags, sonn- und feiertags von 10.00 – 12.30 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

 

Der Meiler brennt – Meilerfest an der Köhlerhütte bei Delliehausen

Beim traditionellen Meilerfest an der Köhlerhütte bei Delliehausen in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wird die Köhlertradition gezeigt. Am 2. Juni 2013 wird mit den Besuchern das Anzünden des Holzkohlenmeilers bei fachkundigen Erläuterungen, musikalischer Unterhaltung und Köhler-Verpflegung gefeiert.

Die rauchenden Holzkohlenmeiler gehörten viele Jahrhunderte zum Alltagsbild des Sollings, da zahlreiche Menschen im Weserbergland einst von der Köhlerei lebten. Ihre Kohlen gaben ganzen Familien Arbeit und Brot. Hierzu wurden Holzscheite zu Meilern gestapelt und mit Gras, Moos und Erde luftdicht abgedeckt. Über einen Quandelschacht wurde der Meiler entzündet. Kam der erste Rauch aus der Spitze des Meilers, hatte das im unteren Bereich des Quandels gestapelte Tannenreisig Feuer gefangen und entzündete nun das darüber gestapelte trockene Buchenholz.

Nach Beobachtung des Rauches wurde der Meiler von oben her mit Erde abgedeckt. Der Prozess der Holzverkohlung war zu allen Zeiten gleich: Unter Luftabschluss erhitzten die Köhler das Holz bis es sich bei einer Temperatur von 280 Grad Celsius zersetzte und Holzkohle, Holzteer, Essigsäure sowie weitere organische Verbindungen entstanden.

Beim einmal im Jahr stattfindenden Meilerfest können die Gäste live das Anzünden eines echten Holzkohlenmeilers verfolgen. Der Verkohlungsprozess dauert zwei Wochen. Die fertige Holzkohle wird geerntet und in Säcke gefüllt zum Verkauf angeboten.

Weitere Informationen gibt es bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland unter der Telefonnummer 05536-960970 oder unter www.solling-vogler-region.de erhältlich.

 

Ein Stück Geschichte selber drucken – 375. Jubiläum des Einbecker Blaudrucks

Einmal ein eigenes Stück Geschichte bedrucken? Im Traditionsbetrieb des Einbecker Blaudrucks im Weserbergland können die Besucher bei einem Workshop Stoffe selbst bedrucken.

Gegründet 1638 hat der Einbecker Blaudruck wahre Pionierarbeit geleistet, und im Jahr 2013 feiert er sein 375-jähriges Bestehen. Um 1700 begann die Familie Wittram, der das Unternehmen bis 2005 gehörte, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren. Im Lauf der Jahrhunderte sammelten sich die verschiedensten Motive aus fast allen Stilepochen an, von biblischen Motiven bis hin zu großzügigen Blumendekoren.

Auch heute wird der Einbecker Blaudruck noch in althergebrachter Handarbeit im Reservedruckverfahren hergestellt. Zunächst wird der weiße Stoff mit einer zähflüssigen Masse, dem sogenannten Druckpapp, von Hand bedruckt. Im Färbebad nehmen die bedruckten Stellen keine Farbe an. Der Papp wird nach dem Färben in Spülbädern entfernt, so dass die Muster weiß hervortreten.

Einbeck ist einer der wenigen Orte in Deutschland, wo noch im Handdruckverfahren mit Modeln gearbeitet wird. Heute kann der Gast beim Einbecker Blaudruck noch handbedruckte Stoffe erwerben oder in einen Workshop selber bedrucken.

Weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Information Einbeck unter der Telefonnummer 05561-3131911 oder unter www.einbeck-tourismus.de.

 

Das „Schärfste am Norden“ – Der Einbecker Senf

Einbecker Senfmühle © Wolfgang Beisert

Seit April 2010 wird der Einbecker Senf aus der Einbecker Senfmühle in handwerklicher Qualität, hergestellt. Doch was ist das Besondere am Einbecker Senf? Es sind die Rohstoffe aus ökologischem Anbau und die Art wie der Senf hergestellt wird.

Für die Rohstoffe gelber, brauner und schwarzer Senf, Honig, Rübenzucker und Kräuter werden ausschließlich regionale Erzeuger und Lieferanten bevorzugt. Im Gegensatz zu der industriell entölten Senfherstellung, wird ausschließlich das ganze Senfkorn, mit seinem etwa 25 % igem Senfölanteil, verwendet. Herzstück in dem kleinen Betrieb ist die Senfmühle mit seinen rotierenden Granitmühlsteinen. Die Senfsaat wird zuvor gesäubert und geschrotet, dann werden Weinessig, Wasser, Salz, Rübenzucker und Gewürze hinzu gegeben. Die so entstandene Maische wird danach nach einer 24-stündigen Fermentation vermahlen.

Erst jetzt erfolgt, je nach gewünschter Konsistenz und Sorte, eine mehrstufige Kaltvermahlung in der Senfmühle zwischen großen Granitmühlsteinen. Dabei darf die Temperatur nicht auf mehr als 30 Grad ansteigen. Nur die schonende Kaltvermahlung garantiert den vollständigen Erhalt der wertvollen Inhalts- und Geschmacksstoffe. Erst nach einer danach folgenden 3-wöchigen Reifezeit wird der Senf ausschließlich in Geschmack erhaltene Glas- und Steinzeug Töpfe abgefüllt. Aktuell wird der Einbecker Senf in sechs Gewürzlinien hergestellt.

Die handwerkliche Senfproduktion wird Interessierten gerne gezeigt. Weitere Informationen gibt es bei der Einbecker Senfmühle unter der Telefonnummer 05561-971673 oder unter www.einbeckersenf.de.

 

Von der Saat bis zum Speiseöl – Ölmanufaktur in Boffzen

Den Weg von der Saat bis zum kaltgepressten Bio-Speiseöl kennen lernen – Diese und weitere Ausflüge in die kulinarische Handwerkskunst rund um Solling, Vogler und Weser können die Gäste in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland unternehmen.

In Boffzen können Genießer altes Handwerk bei einer Führung durch eine Ölmanufaktur kennen lernen. Hier werden Bio-Ölspezialitäten für die heiße und kalte Küche sowie Naturköstlichkeiten wie Bio-Essige, Öle zum Heilen und Pflegen, Kokosseifen und Naturkosmetik hergestellt. Die Gäste lernen auf einer Entdeckungsreise durch die Welt der Öle den Weg von der Saat, den Nüssen und Kräutern bis hin zum kaltgepressten Bio-Speiseöl kennen. Nach der Erkundung des Mühlengartens lädt der Mühlenladen zum Probieren der Bio-Ölspezialitäten ein.

Weitere Informationen gibt es bei der  Solling-Vogler-Region im Weserbergland unter der Telefonnummer 05536-960970 oder unter www.solling-vogler-region.de

 

Wie wird eigentlich Bier gebraut? Schaumburger zeigen Handwerk als Tradition und Kunst.

Wie wird eigentlich Bier gebraut? Besucher der Stadt Stadthagen im Weserbergland können in der Schaumburger Privat-Brauerei dem Braumeister über die Schulter schauen. Seit 1873 fließt hier das heimisches Schaumburger Bier durch die großen Tanks. Wie aus den unterschiedlichen Zutaten der beliebte Gerstensaft hergestellt wird, können die Besucher bei einer Brauereibesichtigung erleben. Die einzelnen Schritte in der Brauerei werden anschaulich erklärt und als Höhepunkt findet eine ausgiebige Verköstigung der Biere mit rustikalem Imbiss statt. Die unterschiedlichen Sorten des wohl beliebtesten Getränks bieten für jeden Geschmack das Passende. Zum Beispiel das Dunkelbier „Schwarzer Ritter“, „Bali“ ein Erfrischungsgetränk mit Weizenbier und Bananen-Limetten Geschmack, das würzige Schaumburger Landbier oder das „Max und Moritz-Bier“, welches Wilhelm Buschs Lausbuben gewidmet ist.

Unweit des Deisters ist sogar ein Stückchen Bayern zu finden. In der Brauerei Rupp-Bräu in Lauenau und dem dazugehörigen Brauhaus Felsenkeller wird das Rupp´sche Bier hergestellt und serviert. Als eines der ältesten Brauereien Niedersachsens (seit 1861) führte der Eitensheimer (Ingolstadt) Sebastian Rupp die in seiner Geburtsstadt übliche Braukunst im Flecken ein. Um die zünftige Handwerkskunst komplett zu machen, gibt es im Brauhaus Felsenkeller selbstgemachte Fleisch- und Wurstwaren. Beispielsweise wird Leberkäs´ und Bratwurst vom hauseigenen Schlachter zubereitet. Die Spezialitäten können im Gasthaus probiert und auch für die eigene Küche eingekauft werden.

Weitere Informationen gibt es beim Schaumburger Land Tourismus unter der Telefonnummer 05722-890550.

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