Heilung aus Meer und Moor

15. März 2013 | Von | Kategorie: Schleswig-Holstein

Heilbäder an der Nordseeküste Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein kommt die Gesundheit aus der Natur. In dem Land zwischen den Meeren ist für jedes Leiden ein Heilmittel „gewachsen“. Seit Jahrhunderten wissen die Menschen die heilende Wirkung der Seeluft, dem Meer und dem Boden zu schätzen.

Heilendes Wasser

Die Heilkraft des Meeres nutzen © HBV

Von besonderer Bedeutung ist das Meerwasser. Das meist kühle, jodhaltige und salzige Wasser aus Nord- und Ostsee hat eine abhärtende und kreislaufkräftigende Wirkung. Auch die Meeresluft am Flutsaum mit fein zerstäubten Wassertröpfchen oder bei der Inhalation in geschlossenen Räumen entfaltet eine heilsame Wirkung auf die Atemwege. Besonders genutzt werden die Heilkräfte des Meeres in den Thalasso-Zentren auf Amrum, Helgoland, in St. Peter-Ording, Friedrichskoog und Damp.

Im Landesinnern wie in Bad Bramstedt nutzen die Kurorte die Kraft des Moores. Aus 10.000 Jahre altem Torf – bestehend aus organischen Bestandteilen, Huminsäuren und Mineralstoffen – wirken Moorpackungen und -bäder heilsam auf den Bewegungsapparat. Das Moor speichert Wärme und wirkt daher schmerzlindernd bei Muskelverspannungen und Verschleißerscheinungen.

Heilender Schlamm

Nicht nur das Meerwasser, auch der mineralhaltige Schlamm aus dem Meer – der sogenannte Schlick – wird als natürliches Heilmittel angewendet. Den warmen Schlick – bestehend aus Tonerde, Kieselsäuren und organischen Bestandteilen – lässt man als Packung etwa 20 Minuten auf betroffene Körperstellen einwirken. Er wirkt heilsam bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und bei Hautkrankheiten. Der Schlick wird hauptsächlich in den Nordseeheilbädern in der Therapie verwendet.

Heilkräfte aus dem Inneren der Erde bietet die Sole. Sie ist eine natürliche salzhaltige Heilquelle, die durch Bohrungen oder ganz von selbst ans Tageslicht gelangt. Die gelösten Stoffe wie Jod, Schwefel oder Kohlensäure haben eine starke Reizwirkung auf den Organismus und kommen bei Therapie- und Heilungsprogrammen zur Anwendung. Als Solebäder oder Trinkkuren wirken sie wohltuend bei Hautkrankheiten, Allergien oder Erkältungskrankheiten. Das Heilmittel wird zum Beispiel in Bad Malente, Bad Bramstedt und Damp in der Therapie eingesetzt.

Mehr zu den Heilmitteln „made in Schleswig-Holstein“ und den Angeboten der Heilbäder und Kurorte erhalten Interessierte beim Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V., telefonisch unter 0431/2108838, via E-Mail info@heilbaederverband-sh.de und auf www.heilbaederverband-sh.de sowie www.sh-gesundheit.de.

Wärmender Schlick fördert die Gesundheit und tut einfach gut! © HBV

Jodhaltige Luft, frischer Wind und wärmender Schlick – die Nordsee in Schleswig-Holstein hat ihre eigenen heilenden Kräfte. Besonders „reizvoll“ ist das Klima auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland. Und auch auf den anderen Inseln und an den Küsten wissen die Menschen seit Jahrhunderten die Heilkräfte des Meeres einzusetzen.

Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland ist der jod- und sauerstoffreichste Ort der Republik. Der Gehalt der in der Luft gemessenen Staubpartikel ist zehnmal so niedrig wie auf der Zugspitze. Behandlungsschwerpunkte in den Therapiezentren auf Helgoland sind neben Atemwegserkrankungen auch chronisch rheumatische Erkrankungen, Abnutzungserscheinungen des Bewegungsapparats, periphere Durchblutungsstörungen sowie Hauterkrankungen und Allergien. Im Kurmittelhaus stehen neben den Therapieangeboten auch Apartments zur Verfügung. Das Angebot reicht von Massagen über medizinische Bäder, Natur-Schlick-Anwendungen, Spezialbehandlungen für Hautkrankheiten, Krankengymnastik und Elektrotherapie bis zur biophysikalischen Regenerationskur. Bei einer ambulanten Vorsorge- oder Rehabilitationskur übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten für den Kurarzt und die medizinischen Anwendungen. www.helgoland.de

Mit einer einzigartigen Naturlandschaft lockt auch die Insel Amrum. Die Nähe zum Meer ermöglicht hier die Thalassotherapie, bei der die Heilkraft des Meeres genutzt wird. Bereits 1890 wurde die Insel Nordseebad, um die medizinische Wirkung der Nordsee und des Wattenmeeres anzuwenden. Zur Westseite ist die Insel ganz der Nordsee zugewandt. Abmilderung des Klimas bieten die Dünenlandschaften und der Inselwald. Wichtiges Heilmittel in der Thalassotherapie ist der Wattenschlick. Sein Wärme- und Wasserhaltevermögen eignet sich für die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, Durchblutungsstörungen und für Erkrankungen des Bewegungsapparates. Der vorherrschende Westwind wirkt zudem wie eine Massage und regt den Körper zu stärkerer Hautdurchblutung und verbessertem Stoffwechsel an. www.amrum.de

Die heilende Wirkung des Reizklimas aktiv entdecken können Gesundheitsurlauber im Nordseeheilbad Friedrichskoog. Vom 9. bis 16. März 2013 veranstalten der Tourismus-Service und das Friedrichskooger Kurmittelhaus die „Friedrichskoog aktiv“-Woche. Auf dem Programm stehen gesundheitsorientierte Wellness- und Genussveranstaltungen, Vorträge, kulinarische Highlights, Gesundheitschecks sowie Aktiv- und Fitnessaktionen. www.friedrichskoog.de.

Zahlreiche weitere Angebote der Heilbäder und Kurorte Schleswig-Holsteins erhalten Sie beim Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V., telefonisch unter 0431/2108838, via E-Mail info@heilbaederverband-sh.de und auf www.heilbaederverband-sh.de sowie www.sh-gesundheit.de.

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