Kulinarische Besonderheiten im Weserbergland

7. September 2013 | Von | Kategorie: Nordd. Tiefland

Spezialitäten vom Auerochsen und traditionelles Pekeressen

Eine Genussreise in die Solling-Vogler-Region im Weserbergland

Kulinarische Leckerbissen nach traditionellem Brauchtum bieten ausgewählte Gastronomen in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland. Ob Spezialitäten vom Auerochsen aus dem Hutewald bei Nienover oder klassisches Pekeressen zur Kartoffelernte; hier können die Gäste einen Genussreise in die traditionelle Küche der Solling-Vogler-Region im Weserbergland unternehmen.

Das traditionelle Pekeressen ist nicht nur schmackhaft sondern mit geselligem Spaß in gemütlicher Runde verbunden. Die regionale Spezialität zur Kartoffelernte ist nach dem plattdeutschen Wort „peken“ benannt, das übersetzt „kleben“ bedeutet. Der Begriff Pekeressen bezieht sich dabei auf die Kartoffeln, die zu früheren Zeiten halbiert an den heißen Ofen geklebt wurden. Sobald sie gar waren, fielen sie in einen darunter stehenden Korb und wurden gegessen. Heutzutage werden die Kartoffeln beim Pekeressen im Backofen zubereitet und rustikal von der Hand in den Mund mit Pekermett, Butter, Zwiebeln, Salz und weiteren Köstlichkeiten je nach Geschmack genossen.

Auerochsen in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland © Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.

Auch leckere Spezialitäten vom Auerochsen können die Gäste in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland genießen. Im Hutewaldprojekt am Schloss Nienover wird die Waldbeweidung mit Auerochsen und Exmoorponys durchgeführt. Ziel ist die Erhaltung der lichten Eichenwälder. Das Fleisch dieser Rinderrasse ist besonders schmackhaft und cholesterinarm. Es ist durch die artgerechte Haltung sowie die Aufnahme von Eicheln und Bucheckern ohne Zusatz von Kraftfutter von besonders hoher Qualität. Von Ende August bis Dezember bieten ausgewählte Gastronomiebetriebe aus der Region kulinarische Variationen rund um den Auerochsen an.

Informationen: Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V. unter der Telefonnummer 05536-960970 oder unter www.solling-vogler-region.de

 

Der Busch brennt in den Flaschen

Bierbrand und Wilhelm Busch-Bier aus der Schaumburger Privat-Brauerei

Seit Anfang des Jahres 2013 stellt die Schaumburger Privat-Brauerei in Stadthagen in Kooperation mit dem Wilhelm-Busch Geburtshaus in Wiedensahl köstlichen Bierbrand aus den Sorten Privat-Bock, Landbier, Keller-Bier und Edel-Herb her und reiht sich damit in die Spezialitäten „Wilhelm Busch“ ein, die sowohl im Wilhelm-Busch-Geburtshaus als auch direkt in der Schaumburger Privatbrauerei bezogen werden können.

Die Schaumburger Privat-Brauerei mit Sitz in Stadthagen steht seit 1873 für schmackhaftes Bier. Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Lambrecht sorgt dafür, dass immer neue Kreationen den Gaumen der Gäste und Bürger erobern. Der Bierbrand erweitert jetzt die kulinarische Wilhelm Busch-Kollektion in der es bereits Wilhelm Busch-Fromme Helene sowie Wilhelm Busch-Hans Huckebein-Likör, das Wilhelm Busch-Bier und das Max und Moritz-Bier gibt. Ein echter Hingucker sind dabei sogar die Flaschen, die mit stilechten Zeichnungen und Sprüchen geziert sind.

Bei einer einstündigen fachkundigen Brauereibesichtigung mit anschließender ausgiebiger Verkostung mit rustikalem Snack können Gruppen nach Vereinbarung erfahren, wie das Bier in der Schaumburger Privat-Brauerei gebraut wird und wie die Brauerei von innen aussieht.

Informationen: Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V. unter der Telefonnummer 05722-890550 oder unter www.schaumburgerland-tourismus.de oder direkt bei der Schaumburger Privat-Brauerei unter der Telefonnummer 05721-97700 oder unter www.schaumburger.com

 

Das große Summen am Waldrand

Schaumburger Waldimkerei entführt in die Welt der Bienen

Im Örtchen Reinsdorf am Fuße des Bückeberges im Weserbergland laden Anna-Lisa und Max Giehl die Besucher in ihre Schaumburger Waldimkerei auf einem ehemaligen fürstlichen Gehöft ein, in die Welt der Bienen einzutauchen.

Wie kommt der Honig ins Glas? Warum braucht der Mensch die Bienen? Worin besteht der Unterschied zwischen Honig und Zucker? Das sind nur einige Fragen, die zu den Themen Bienen und Honig einfallen und denen vor Ort auf den Grund gegangen werden kann. Die Besucher erhalten Einblicke in die Bienenstöcke und in die Honigverarbeitung und erleben hautnah, wie die Bienen das zarte Gold des Honigs produzieren.

Die Verarbeitung des Honigs erfolgt vor Ort in aller Sorgfalt. Das wertvolle Naturprodukt wird in der Schaumburger Waldimkerei nicht über die Bienenstocktemperatur erwärmt, so dass alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben und der Honig reift und ruht und gerührt wird bis die richtige Qualität erreicht worden ist.

Die Besucher können sich in der Schaumburger Waldimkerei bei einem Besuch nach einer Führung bei einem Honigbrötchen entspannen oder im Hofladen verschiedene Honigsorten, Honiglikör, Met, Bärenfang oder auch Honigessig erwerben.

Informationen: Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V. unter der Telefonnummer 05722-890550 oder unter www.schaumburgerland-tourismus.de  oder direkt bei der Schaumburger Waldimkerei unter der Telefonnummer 05043-401776 oder unter www.wald-imkerei.de

 

Wunschsaft aus der Saftbox

Mosterei Ockensen lässt Saftträume wahr werden  

Obst ernten, Obst mosten und fertigen Saft mit nach Hause nehmen – die Mosterei in Ockensen hat sich auf die Obstverarbeitung und Saftherstellung aus Obst spezialisiert.

Die Mostsaison beginnt, wenn die ersten Äpfel reif sind. Einen festen Termin im Kalender gibt es nicht und ist jedes Jahr verschieden. Mit dem Ende der Saison verhält es sich ähnlich, und es kann auch schon mit späten Obstsorten passieren, dass sie erst im Dezember gepresst werden. Der Saisonbeginn im Juni und Juli ist vom gesamten Beerenobst und den Sauerkirschen geprägt ehe der Augustapfel der erste Apfel ist, der gemostet wird.

Für Mostkunden ist die Vorgehensweise denkbar einfach: Terminvereinbarung mit der Mosterei und Nennung der grob geschätzten Obstmenge, damit der Zeitbedarf eingeplant werden kann, Anlieferung des Obstes und Mitnahme von passenden Behältnissen, um den frischen Saft direkt mit nach Hause zu nehmen und die Geschmacksvielfalt des eigenen Saftes kennenzulernen. Die Mindestmengen liegen bei Äpfel und Birnen bei 50 Kilogramm und bei anderen Obstsorten bei 20 Kilogramm. Aus einem Zentner Äpfel werden etwa 30 bis 35 Liter Saft gewonnen. Neben den „reinen“ Säften werden den Kunden auch ihre individuellen Wunschsäfte je nach Obstanlieferung erfüllt wie zum Beispiel Apfel-Möhre oder Apfel-Johannisbeere.

Für den eigenen Saftverkauf stehen der Mosterei ihre so genannten Saftboxen zur Verfügung. Bei den Saftboxen handelt es sich 3-, 5- und 10-Liter Boxen. Mit einem Zapfhahn ausgestattet wird das Eindringen von Luft verhindert, und der Saft ist nach dem ersten Zapfen mindestens zwei bis drei Monate haltbar. Das für den eigenen Saftverkauf verwendete Obst kommt ausschließlich aus der Region und hat Bio-Qualität. Die Kunden können aus verschiedenen Saftsorten wie zum Beispiel Apfel-Birnensaft oder Apfel-Sanddornsaft auswählen und direkt in der Mosterei kaufen.

Informationen: Mosterei Ockensen unter der Telefonnummer 05153-801824 oder unter www.diemosterei.de

 

Der lippische Pickert

Eine traditionelle Lügder Spezialität

Der lippische Pickert als ursprüngliches „Arme-Leute-Essen“ hat sich erst seit den 1980er Jahren zu einer regionalen Spezialität entwickelt, die bei Bewohnern und Gästen der Osterräderstadt Lügde äußerst beliebt ist.

Bei dem lippischen Pickert handelt es sich um ein pfannkuchenartiges Gericht, dass mit verschiedenen Zutaten kombiniert und variiert werden kann. Der Name Pickert wird vom plattdeutschen Wort „pecken“ (= kleben) hergeleitet. Zur Herstellung des klassischen Pickerts werden geriebene Kartoffeln, Hefe, Wasser, Mehl, Rosinen und Eier verwendet, die in einer gusseisernen Pfanne ausgebacken werden. Als traditionelle Beilagen gelten Leberwurst, Rübenkraut oder Pflaumenmus, die vor dem Verzehr auf das Gericht gestrichen werden.

Während es früher mit dem Pickert galt, mit einfachen Mitteln den Hunger zu stillen, gibt es heute auch zahlreiche moderne Varianten wie beispielsweise mit Lachs, Schinken oder mit pikanten oder scharfen Saucen.

Informationen: Lügde Marketing e.V. unter der Telefonnummer 05281-770870

 

Kulinarische Reise in die Welt des Biers und des Senfs

Bier- und Senfmenüs als geschmackvolle Highlights in Einbeck

Zwei Produkte – das Bier und der Senf – werden in Einbeck nach traditionellen Verfahren produziert und in geschmackvoller Weise genutzt. Neben der reinen Verwendung als Getränk und Gewürz wurden in Einbeck kulinarische Spezialitäten  und Menüs mit dem Bier und Senf entwickelt.

„Der Beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt“ so lobte schon Martin Luther das Einbecker Bier auf dem Reichstag 1521 in Worms. Die Tradition des Bierbrauens ist in Einbeck noch immer in der Stadt spürbar. Das man das Einbecker Bier auch in der Küche einsetzen kann, lässt sich im Restaurant des Hotels „Einbecker Hof“ geschmacklich erfahren. Beim Biermenü werden als Vorspeise eine Champignonsuppe mit Einbecker Dunkelbier und als Hauptgang eine gebackene Schweinshaxe in Einbecker Bockbiersoße mit Krautsalat und hausgemachten Semmelknödeln serviert.

Doch Bier ist nicht die einzige kulinarische Spezialität, die vor Ort produziert wird. Bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts lässt sich die Senfherstellung in Einbeck zurückverfolgen. Die Einbecker Senfmühle hat diese Tradition wiederbelebt und produziert mitten in der Altstadt in traditionellem Steinmahlverfahren Senf nach eigenen Hausrezepturen. Die vier produzierten Geschmackslinien Küchensenf, Chili, Kräutersenf und feinsüss sind schon an ihren Etikettfarben zu erkennen und bilden das Geschmacksfundament der Einbecker Senfspezialitäten. Nur Rohstoffe aus biologischem Anbau und vornehmlich aus der Region werden in der ökozertifizierten Senfmühle handwerklich zu bestem Senf verarbeitet.

Die Vielfalt des Einbecker Senfs können die Besucher beim Senfmenü im Restaurant des Hotels „Der Schwan“ genießen. Jeder Gang des 3- bzw. 4-Gang-Menüs wird dabei mit einem anderen Einbecker Senf zubereitet wie zum Beispiel ein Trauben-Senf-Cappuccino oder ein Bockbiersenf-Sorbet.

Informationen sowie Arrangements zum Thema Bier und Senf gibt es bei der Tourist-Information Einbeck unter der Telefonnummer 05561-3131910 oder unter www.einbeck-marketing.de/tourismus

 

Flambierte Rattenschwänze

Eine urige Spezialität im Rattenfängerhaus Hameln

In der Weserstadt Hameln, mit Traditionen, mittelalterlichen Bauten, dem berühmten Baustil der Weserrenaissance und der in der ganzen Welt bekannten Rattenfängersage bekommen Besucher eine ganz besondere Spezialität geboten, wenn sie in der Gaststätte Rattenfängerhaus einkehren. Die „flambierten Rattenschwänze“ werden hier effektvoll zubereitet und serviert.

Das Gericht „Flambierte Rattenschwänze“ wurde vor über 40 Jahren von Karl-Heinz Fricke eigens als Hameln-Spezialität kreiert. Demonstrativ und effektvoll werden die „Schwanzstreifen“ am Tisch flambiert. Optisch erinnern sie wirklich an Rattenschwänze, in Wirklichkeit handelt es sich um Schweinefiletstreifen, die direkt am Tisch des Gastes mit viel Raffinesse, allerlei Gewürzen flambiert gegart und mit einer besonderen Zeremonie zubereitet werden. Der Geschmack ist pikant und ein wenig scharf; welche verschiedenen Zutaten für die Zubereitung benutzt werden, ist das Geheimnis des Rattenfängerhauses. Soviel sei aber gesagt: Neben dem Fleisch werden sechs verschiedene Gemüse und acht Gewürze benötigt.

Informationen: Hameln Marketing und Tourismus GmbH unter der Telefonnummer 05151-957823 oder unter www.hameln.de/tourismus bzw. Rattenfängerhaus, Osterstr. 28, 31785 Hameln, Tel. 05151 3888 www.rattenfaengerhaus.de

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